Die Anzeichen einer Psychopatin. Aber wenn du dich nicht traust anders zu sein, wirst du Mainstream sterben.

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Die Visitenkarte eines Mannes bemisst sich nach der Anzahl der Frauen, mit der er zusammen war. In welchem Zusammenhang es auch der Wahrheit entsprechen mag, wir verabscheuen sie alle, ohne sie wirklich zu kennen: Die Ex Freundin des Freundes. Sie erinnern uns einfach an Zeiten, in der wir nicht da waren, in der die Ex ein Platzhalter in seinem Leben war. Sie sind nicht einmal adäquate Konkurrenz aber die Existenz macht uns dennoch irre. Und ich streue immer mehr Salz in die Geschichte.  Es beginnt am Anfang mit Fragen, die an mich selbst gerichtet sind:
“Liebt er sie immer noch?”
“Ob er auch schon einmal mit ihr hier war?”
“Ob der Song der gerade läuft, an sie erinnert?”
Man kann fast nichts dafür, die Eifersucht verbunden mit einem Hauch Neugier rücken immer tiefer in dein Unterbewusstsein  und dann beginnt die Stalkerei, in der ich quasi eine Drittbeziehung führe mit der Ex, meinem Freund und mir, wovon die beiden natürlich nichts wissen. Ich rutsche einfach so rein. Während er mir einen Kuss auf die Wange gibt, tue ich natürlich so als wäre alles Okay. Aber in Gedanken bin ich in unserer Dreiecksbeziehung. Bin ich irre? Jap.
Während der Engel, der auf meiner Schulter sitzt mir permanent leise flüstert, dass ich mein Vorhaben sein lassen soll, bringt mich der Teufel in Aufruhr. Tu es! Tu es! Und verdammt, der Teufel kann manchmal echt genial sein. Und so bringen wir unser Gehirn einfach in eine Misere.
– Nach links schauen, nach rechts schauen – Zimmer durchsuchen! Aha, ein Bild. Aha, ein Brief. Aha, ich hasse euch alle. 
In dem Moment wenn du fündig geworden bist, vielleicht mit einem Bild oder anderen Dingen  von der Ex, kriegst du eigentlich deine Krisen, kannst aber auch nichts sagen, weil er dann denken wird, dass du nicht mehr alle Tassen im Schrank hast. Was wir Frauen stattdessen machen ist ja wohl klar: zickig werden und aus dem heiteren Himmel einen Streit anzetteln.
Danach gebe ich dem Teufel einen High-Five und schließe sozusagen einen Pakt mit ihm in dem ich ganz laut “Wo soll ich unterschreiben?” schreie. Der Engel auf meinen Schultern versucht mich immer wieder und immer wieder aufzuhalten aber ich bin schon bei Phase zwei:
Ich breite meine Sachen einfach überall in seiner Wohnung aus. Hier eine Haarspange, da ein Lippenstift und ein wenig das Kissen mit meinem Parfum einsprühen, damit falls eine andere Frau je die Wohnung betritt auch sofort erkennt, dass er vergeben ist.
-Dann gibt es das Durchsuchen des Telefons. Der Typ, der die Sicherheitscodes für die Handys erfunden hat, schmorrt heute hoffentlich in der Hölle. Ich hasse ihn! Ich fange meistens mit dem Gründerjahr seiner Lieblingsfußballmannschaft an und ende mit der Postleitzahl seiner Adresse.  Ich erinnere mich an diese Tage, wo ich permanent irgendwas eingegeben habe und das Telefon aufeinmal “Sie haben zu oft das falsche Passwort eingegen, bitte versuchen Sie es in 10 Minuten erneut” angezeigt hat. Diese 10 Minuten wurden zu den längsten Minuten meines Lebens, in der Hoffnung das mein Schatz nicht gleich um die Ecke kommt und mich auf frischer Tat ertappt. 
-Das erzählen von Freunden. Wir sitzen in einem Cafe und plötzlich beginnt ein Freund ganz taktlos über die alten Beziehungen meines Freundes zu erzählen. Die war so und das ist passiert und jenes. Hallo? Erzähl weiter! Der Freund deines Freundes ist ein tückisches kleines Arschloch.
Das sind so die Anzeichen meines verrückten Daseins auf der Welt.
Ich wünsche niemanden, dass er bei der Stalkerei ausversehen ein Like vergibt. Und wenn es doch passiert, beten wir, dass der liebe Gott uns direkt zu sich holt. Denn diese Demütigung wollen wir nicht erleben. Amen. 

Hinterher fühle ich mich definitiv nicht besser. Keineswegs, danach wird die Realität wieder in den Fokus gerückt, das Geschehene namens Ex einfach ausgeblendet und das Leben wird mit all seinen wundervollen Facetten genossen! Denn Ex ist Ex. Fuck the rest.

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